Jubiläumskonzert in Liestal - Drehorgel Schweiz

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Die schmunzelnden Orgeln - Jubiläumskonzert in Liestal


Eine Chilbi-Orgel vor der Kirche? Bespielt von einem zartes Weibsbild am grossen Schwungrad? Schon beim Betreten des Platzes vor der Katholischen Kirche in Liestal wurde klar, dass sich Aussergewöhnliches ankündigte: ein nicht alltägliches Kirchenkonzert zu Ehren des 125. Jubiläums des Kath. Kirchenchors Bruder Klaus Liestal. Auf dem Programm stand vergnügte Musik interpretiert auf „schmunzelnden Orgeln“. Verschiedene Drehorgeln, gross und klein, mit Walzen, mit Lochbändern, mit Pfeifen, mit Zungen, eine Handorgel, Schwyzerörgeli, Maulorgeln, eine Elektro-Organ und eine mächtige Kirchenorgel – sie alle jubelten um die Wette und schlugen das Publikum in ihren Bann. Faszinierend, welch Vielfalt in Form und Klang der Instrumente sich eröffnete. Die spritzig-charmante Moderation von Edi Niederberger war keine Sekunde langweilig und lieferte auch weniger sachkundigen Zuhörerinnen und Zuhörern viele nützliche Informationen zu den aussergewöhnlichen Instrumenten, die teilweise sonst nur im Museum zu bewundern sind. Die gewählten Stücke deckten eine grosse Bandbreite ab: von der heiteren Klassik bis zu „Alli mini Äntli“ in virtuosen Variationen. Auch die Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf zeigte sich beeindruckt von der grossen Vielfalt. In ihrem Grusswort zum Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag gratulierte sie dem Kath. Kirchenchor Bruder Klaus zu seinem Jubiläum: „Wer singt, betet doppelt“, zitierte sie den Kirchenvater Augustinus. 125 Jahre Vereinsleben bedeuteten aber weitaus mehr, als bloss gemeinsam zu singen. Sie erinnerten daran, dass wir vergänglich seien, dass nach uns andere kämen, die die Geschichte weiterschrieben – ein Aspekt, den wir in der heutigen Energiepolitik nicht vergessen dürften. Zudem lebe ein Verein davon, dass man Zeit miteinander verbringe. Und das sei wichtig. „Wenn wir am Abend nach Hause kommen, können wir uns vor allem eines schenken: Zeit. Zeit sich miteinander zu freuen, sich gegenseitig zu unterstützen.“ Diesen Satz setzte Eveline Widmer-Schlumpf dann auch gleich in die Tat um, als sie sich beim Apéro im Anschluss an das Konzert viel Zeit für die Anwesenden nahm, zahlreiche Hände schüttelte, Fragen beantwortete, sich fotografieren liess – und dies wohlgemerkt ohne Bodyguards! Bemerkenswert! Aussergewöhnlich, wie die Chilbi-Orgel vor der Kirche und die zarte Frau am grossen Schwungrad.

Ursula Bürgisser

Fotos siehe unten....

Fotos von Peter X. Bürgisser
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Copyright © by "Drehorgel Schweiz" -  all rigths reserved -  Last Update: 02.03.2017
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